Kontakt: Lübecker Tafel e.V. - Schulstraße 8 - 23568 Lübeck - Telefon: (0451) 59 95 94 - Telefax: (0451) 585 33 64

e.mobil zeigt Arbeit der Lübecker Tafel

Das Lübecker Bürgerkraftwerk ePunkt startet seine Interviewreihe e.mobil rund ums Thema Ehrenamt mit einem Beitrag über die Lübecker Tafel. Den Film können Sie sich auf YouTube unter Opens external link in new windowwww.youtube.com/watch?v=q3N-R0wClds oder auf der Facebookseite Opens external link in new windowwww.facebook.com/ePunkt.Ehrenamt.Luebeck ansehen.

Die Lübecker Nachrichten berichten über unsere neue Ausgabestelle in Kücknitz

Den vollständigen Bericht können Sie Initiates file downloadhier lesen.

Bericht eines Spenders

Vor wenigen Tagen hatte ich die Freude, Ihnen eine Spende zu überreichen. An dieser Stelle möchte ich Ihnen auch schriftlich mitteilen, wie es dazu gekommen ist:

Die Geschichte beginnt am 13. August 1967. An diesem Tag fand ein - für Lübecker Verhältnisse – großes Fußballspiel statt. Der LBV Phönix war gerade in die Regionalliga – damals zweithöchste Spielklasse im Deutschland - aufgestiegen und traf in seinem 1. Heimspiel auf den Lokalrivalen VFB Lübeck. Das Spiel fand auf dem Sportplatz an der Travemünder Allee statt und es kamen mehr als 13.000 Zuschauer.

Der damalige Freund meiner Schwester und heutige Schwager war Teil dieser Aufstiegsmannschaft und schenkte mir eine kleine Fahne mit den Autogrammen aller Spieler und des Trainers, da ich an diesem Tage auch Geburtstag hatte.

Diese Fahne hatte ich nun fast 50 Jahre gut aufbewahrt und war allerdings der Meinung, dass der Zeitpunkt gekommen war, dass sie nochmals einen guten Zweck erfüllen sollte. Da ich mich schon öfter für die Lübecker Tafel engagiert hatte, kam ich auf die Idee, dass zugunsten der Tafel eine Versteigerung stattfinden sollte. Mehrere Versuche beim Verein scheiterten allerdings, da man dort abschließend der Meinung war, dass der Erlös zugunsten des Vereins gehen sollte.

Daraufhin sprach ich einen der damaligen Spieler an, der mir den Vorschlag machte, dass diese Fahne bei dem jährlich stattfindenden Treffen dieser „Alten Phönixer von 1967“ zugunsten der Lübecker Tafel versteigert werden könnte. Man muss dabei allerdings bedenken, dass diese Spieler heute schon das Alter von 70 Jahren überschritten haben. Das Interesse bei den einzelnen war daher nicht sehr groß, allerdings kam der Vorschlag, dass diese Fahne bei den zukünftigen Treffen als Erkennung und Erinnerung auf den Tisch gestellt wird und somit die Fahne aller ist.

Dafür wurde dann unter den Teilnehmern zugunsten der Lübecker Tafel gesammelt und es kamen stolze 210 Euro zusammen.

Ich freue mich sehr, dass es zu diesem guten Ergebnis gekommen ist und es verstärkt mich auch zukünftig auf gute Gedanken zugunsten der Lübecker Tafel zu kommen.

Ach ja, und noch ein Nachtrag: Das Fußballspiel endete damals 1:1.

Harri Zelazko

Lübecker Tafel dankt für Hilfe im Advent

Den vollständigen Bericht der Lübecker Nachrichten können Sie Initiates file downloadhier lesen.

Die Lübecker Nachrichten berichten über unseren Fahrdienst

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Die Lübecker Nachrichten berichten über unsere Ausgabestelle in Eichholz

Den vollständigen Bericht können Sie sich Initiates file downloadhier ansehen.

SPD-Politiker treffen die Lübecker Tafel am Kolberger Platz

Margot Bartsch, 1. Vorsitzende der Lübecker Tafel (3.v.r.), schilderte Politikern um SPD-Landeschef Ralf Stegner die Lage. Foto: Wolfgang Maxwitat (Lübecker Nachricten)

Einen Bericht der Lübecker Nachrichten über die Kinderarmut in Lübeck finden Sie Opens external link in new windowhier.

Erfahrungsbericht eines Abiturienten

Mein Name ist Nils Scheel, ich bin 18 Jahre alt und war in den letzten Monaten ehrenamtlich für die Lübecker Tafel tätig. Während dieser Zeit konnte ich bei meiner Arbeit fast alle Bereiche der Tafel kennenlernen und Erfahrungen sammeln. Ob als Fahrer im Fahrdienst, bei dem ich zusammen mit den Kollegen half, die Lebensmittel der Supermärkte einzusammeln und zu den Ausgabestellen in Lübeck zu bringen oder als Helfer in der Ausgabestelle in Eichholz. Hierbei kann der Tag auch sehr lang sein, doch auch wenn die wohltätige Arbeit anstrengend ist, macht diese zusammen mit den Kollegen viel Spaß. Zu sehen wieviel Freude man den Menschen mit seiner Hilfe und Arbeit bereitet, verrät einem jeden Tag aufs Neue, für wen man diesen Aufwand betreibt und dass dieser es wert ist. In meinen Augen tun Menschen, die ihre Zeit für die Tafel investieren, mehr als Missstände wahrzunehmen. Sie packen an und sind ein wichtiger Teil in unserer sozialen Gesellschaft. Zu sehen welche Mengen an Lebensmitteln in den Supermärkten weggeschmissen werden, empfand ich allerdings als sehr erstaunlich. Dies ließ mich auch an meinem eigenen Konsumverhalten zweifeln.

Ich ziehe meinen Hut vor der Arbeit aller Kolleginnen und Kollegen, die mit dieser Tag für Tag dafür sorgen, dass es den Menschen in Lübeck ein Stück besser geht.

Bei der Tafel gibt jeder, was er kann und das ist das worauf es ankommt.

Bericht von Nils Scheel im August 2016

Tafel sucht ehrenamtliche Helfer

Um die Versorgung der Bedürftigen mit den gespendeten Lebensmitteln sicherstellen zu können, ist die Lübecker Tafel auf ehrenamtliche Helfer angewiesen. Unterstützer sucht die Tafel vornehmlich im Fahrdienst als Fahrer und Beifahrer sowie in den Ausgabestellen zum Sortieren und Ausgeben der Lebensmittel. Interessierte können sich von 9 bis 13 Uhr im Büro, Schulstraße 8, sowie unter Telefon 04 51 / 59 95 94 oder per E-Mail an info(at)luebeckertafel(dot)de melden. Lothar Frenz

Bericht in den Lübecker Nachrichten vom 12. Juni 2016

Rechenschaftsbericht für das Geschäftsjahr 2015

Die Lübecker Tafel hatte ein schwieriges, aber alles in allem ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2015.

Die Debatte um den richtigen Umgang mit den Flüchtlingen hat auch bei uns ganz konkrete Spuren hinterlassen. Zum einen mussten wir auf den Zugang an Bedürftigen aus den Krisenregionen in unseren Ausgabestellen reagieren, z.B. durch die Einführung von Piktogrammen und Sprachhilfen. Zum anderen mussten wir die offene Bereitschaft unserer Helferinnen und Helfer zur Toleranz gegenüber den Flüchtlingen aktiv einfordern und für Verständnis bei unserer „Stammkundschaft“ werben. Leider mussten wir dabei auch zur Kenntnis nehmen, dass es hier und da zu ausländerfeindlichen Äußerungen kam, so dass wir im Ausnahmefall auf die Unterstützung von unbelehrbaren Helfern verzichten mussten. Auch mussten wir feststellen, dass ein Teil unserer langjährig Bedürftigen ohne Migrationshintergrund nicht mehr in die Ausgabestellen kommt. In unseren Bemühungen, die Flüchtlinge besser einzubeziehen, konnten wir erste Erfolge verzeichnen, sowohl bei Helfertätigkeiten als auch bei der Überwindung von Sprachbarrieren.

Der Erfolg unserer Arbeit lässt sich am besten daran ablesen, dass wir im Monat Dezember

899 Haushalte (das sind 11 % mehr als der Durchschnitt der letzten 3 Jahre) bzw.

2144 Personen (ein Zuwachs von 35 % gegenüber den letzten 3 Jahren)

gezählt haben. Ein ganz wichtiger Bestandteil dieses Erfolgs liegt auch in unserer seit Mitte Mai letzten Jahres eingerichteten Ausgabestelle am Kolberger Platz, die wir an 2 Tagen geöffnet haben und die den kompletten Innenstadtbereich abdecken soll. Da wir bekanntlich nur einen befristeten Mietvertrag über 2 Jahre haben, müssen wir nun alles daran setzen, dass wir eine Verlängerung der Mietdauer zuverlässig erreichen, um das Potential dieses hervorragenden Standorts erhalten und noch ausbauen zu können.

Die rund 100 Lebensmittelspender, die wir mit unseren 5 Fahrzeugen regelmäßig anfahren, haben uns im letzten Jahr 801 Tonnen Ware zur Verteilung überlassen. Diese Menge entspricht etwa dem Durchschnitt der letzten 3 Jahre. Diese Warenmenge ist an sich beeindruckend und nur durch den unermüdlichen Einsatz unserer Helfer zu bewältigen. Gemessen an dem Zuwachs an bedürftigen Personen (+ 35 %) haben wir jedoch festzustellen, dass wir mehr als 1.000 Tonnen einsammeln müssten, um den Warenanteil pro Bedürftigem halten zu können. Mit anderen Worten: Wir können nicht mehr so großzügig verteilen wie in den letzten Jahren, sondern müssen darauf achten, dass auch der Letzte noch einen Anteil bekommen kann. Daher sind wir besonders dankbar, wenn solche Sonderaktionen wie bei der Neuapostolischen Kirche Anfang Oktober oder die Tütenaktion von Rewe Anfang November unseren 6 Ausgabestellen zusätzliche hochwertige Lebensmittel bescheren.

Neben unseren 6 Ausgabestellen darf der Mittagstisch in der Friedenskirche nicht vergessen werden. Die etwa 60 – 70 bedürftigen Personen, die regelmäßig jeden Donnerstag daran teilhaben, beweisen erneut die aktuelle Bedeutung dieser wunderbaren Einrichtung. Umso mehr freuen wir uns darüber, dass die Schiffergesellschaft seit dem 15. Juli letzten Jahres alle 6 Wochen für die große Tafelrunde kocht und uns damit in diesem Engagement tatkräftig unterstützt.

Auch der Fahrdienst hat im vergangenen Jahr wieder zuverlässig und hart gearbeitet. Die eingesammelten Lebensmittelspenden (801 Tonnen) wurden nicht nur auf die Ausgabestellen verteilt, sondern weitere 19 Einrichtungen wurden regelmäßig beliefert. Neben 4 Kindergärten und Schulen sollen hier die Heilsarmee, Café Wut und die Alternative, also die Flüchtlingshilfe auf der Wallhalbinsel beispielhaft erwähnt werden. Zur Unterstützung der Fahrer und Beifahrer wurde ein Seminar mit einem Unfallsachverständigen der Versicherung abgehalten. Es wurden Unfallszenarien durchgespielt und Anregungen zur Vermeidung von Unfallrisiken gegeben. Für das Jahr 2015 können wir mit Erleichterung feststellen, dass wir die KFZ-Versicherung nicht in Anspruch nehmen mussten. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass ein neuer, gebrauchter Sprinter als Ersatz für den VW-Transporter (Baujahr 2006) angeschafft wurde.

Um unserer Verpflichtung zur Unterstützung der besonders Bedürftigen und dem Vertrauen unserer zahlreichen Spender nachkommen zu können, müssen wir auch und gerade jetzt darauf Wert legen, dass unsere Tafelgrundsätze in der täglichen Arbeit befolgt werden. Aus diesem Grund haben wir die Belehrung über die Verwendung von Lebensmittelspenden für die Helfer überarbeitet und präzisiert. Dieser Schritt ist uns nicht leicht gefallen, denn unsere vielen Helferinnen und Helfer bringen sich täglich neu mit ihrer ganzen Kraft ein, damit auch wirklich alle verwendbaren Lebensmittel oder Dinge des täglichen Bedarfs ihre bedürftigen Empfänger erreichen.

Als Ausdruck unseres Danks an die Helfer haben wir im letzten Jahr ein Sommerfest am Krähenteich organisiert. Wir haben mit etwa 100 Teilnehmern einen großartigen Abend bei besten Bedingungen und vielen unterhaltsamen Gesprächen verlebt. Das möchten wir gerne wiederholen.

Im letzten Jahr haben wir lange überlegt, ob und wie wir das 20-jährige Bestehen der Lübecker Tafel feiern sollten. Am Ende haben wir keinen wirklichen Anlass zum Feiern gesehen, denn dafür sind die Armut und die Not, der wir vor allem in den Ausgabestellen und dem Mittagstisch begegnen, zu sehr spürbar. Allerdings haben wir das 20-jährige Bestehen zum Anlass genommen, die Gründungsmitglieder zu einem gemeinsamen Frühstück einzuladen und uns dabei zusammen die besondere Bedeutung und die Aufgaben der Tafel in Lübeck zu vergegenwärtigen. Alle anderen Mitglieder der Lübecker Tafel bitten wir dafür um Verständnis. An dieser Stelle wollen wir aber gerne mit einem zuversichtlichen Blick in die Zukunft ergänzen, dass die Lübecker Tafel in 5 Jahren, also anlässlich des 25-jährigen Bestehens, einen noch größeren Grund zum fröhlichen Feiern haben wird, und darauf sollten wir hinarbeiten.

Als Gründungsmitglied selbst ist die Lübecker Tafel im letzten Jahr auch tätig geworden, nämlich bei der Gründung des Landesverbandes der Tafeln in Schleswig-Holstein und Hamburg. So haben wir nicht nur an dem Entwurf der Satzung mitgearbeitet sondern haben mit dem Landestreffen im September in Travemünde, die Veranstaltung hat in der dortigen Ausgabestelle stattgefunden, auch einen würdigen Rahmen für die Tafel-Vertreter zur Verfügung gestellt.

Abschließend möchte der Vorstand allen Mitgliedern, Spendern und Helfern für die außerordentliche Unterstützung im letzten Jahr danken. Wir sind davon überzeugt, dass die Tafel in Lübeck nach wie vor einen wichtigen Beitrag in der Gesellschaft leistet und diesen Beitrag möglicherweise sogar noch verstärken muss. Dafür brauchen wir auch weiterhin Ihre / Eure Unterstützung und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Lübeck, den 28. April 2016

Scheckübergabe für die Lübecker Tafel e.V.

Heinz-Bernhard Wienecke nimmt die Spende von Thomas Werdin entgegen. Foto: Christoph Brandt (Lübecker Nachrichten)

Einen Scheck in Höhe von 1.300,00 € konnte Heinz-Bernhard Wienecke, ehrenamtlicher Helfer bei dem rührigen gemeinnützigen Verein seit 2013 und stellvertretender Vorsitzender, am 17.3.2016 in der Hanse-Residenz Lübeck in Empfang nehmen. Geschäftsführer Thomas Werdin freute sich, dass nun schon zum wiederholten Male die gesammelten Erlöse verschiedener Veranstaltungen der „Tafel" zufließen können: so z.B. aus dem alljährlich stattfindenden Flohmarkt der Bewohner im Rahmen des Adventsbasars, aus einem Benefiz-Konzert der Chorallen, dem Frauenchor der Gemeinnützigen Gesellschaft. Die Bewohner der Senioren-Residenz wissen es sehr zu schätzen, dass die Unterstützung Bedürftiger direkt vor Ort erfolgt. Thomas Werdin: „Daher hat sich die Lübecker Tafel e.V. auch in einem Vortrag bei uns im Hause vorgestellt, um Informationen aus erster Hand zu liefern. Eine Gruppe von Bewohnern hat sich anschließend einmal die Ausgabestelle Buntekuh angeschaut. Das ist eine gute vertrauensvolle Basis für jede weitere Unterstützung."

Frau Busse spendet Waren im Wert von 2077,-- €

Am 09.02.2016 hat Frau Busse der Lübecker Tafel Waren im Wert von 2077,-- € übergeben. Foto: Bogus-Dose

Inner Wheel-Frauen geben 11 100 Euro

Es freuen sich: Anne Heuer (Schule an der Wakenitz, v. l.), Gabriele Pötschke (Inner Wheel-Präsidentin), Britta Raddatz (Kinderschutzbund), Thomas Becker (DRLG) Sabine Gritzka (Gesundheitsmobil), Sybille Bogus-Dose (Lübecker Tafel) und Merle Lindner (Frauenhaus). Foto: jac

Sechs Einrichtungen in der Hansestadt wurden bedacht.

Der Inner Wheel Club Lübeck unterstützt sechs Lübecker Einrichtungen mit 11 100 Euro. Bei der symbolischen Scheckübergabe sagte Club-Präsidentin Gabriele Pötschke unter anderem: „Die Unterstützung von Kindern, den Erwachsenen der Zukunft, ist uns ein großes Anliegen.“

Die Zuwendungsumschläge verteilte Pötschke in der Kita Kinderhaus des Lübecker Kinderschutzbundes. Und zwar aus gutem Grund: Die Kita, die unter anderem den inzwischen bundesweit praktizierten, pädagogischen Mittagstisch ins Leben gerufen hatte, gehörte auch zu den Empfängern des Geldes, das die Inner Wheel-Frauen im vergangenen Jahr erwirtschaftet hatten. Weiterhin bedacht wurden das Lübecker Frauenhaus, die Schule an der Wakenitz, die Lübecker Tafel, das Gesundheitsmobil und die DRLG. Bei vormittäglichem Kaffee und Kuchen berichteten die Vertreter der Spendenempfänger von der Arbeit ihrer Einrichtungen. Das Geld erwirtschaftet haben die Frauen des vor 47 Jahren gegründeten Clubs aus verschiedenen Aktionen, unter anderem aus der Beteiligung an Trödel und Weihnachtsmärkten und aus großzügigen Spenden eigener Mitglieder.

Mit mehr als 103000 Mitgliedern in 103 Ländern ist Inner Wheel eine der weltweit größten Frauenvereinigungen. In Deutschland engagieren sich 8500 Clubmitglieder. jac

Bericht des Wochenspiegel vom 3. Februar 2016

Die Frau der ersten Stunde

Konzentriert bei der Arbeit: Inge Schade sortiert, bevor die Kunden kommen, das Fleisch in unterschiedliche Kisten. An Schweinefleisch mangelt es nicht, anderes ist eher rar. Foto: Wolfgang Maxwitat

Seit 20 Jahren gibt es die Lübecker Tafel – Inge Schade hilft von Anfang an ehrenamtlich mit

Es ist kalt in den Räumen der Alten Wäscherei am Kolberger Platz. Inge Schade hat sich gewappnet, obwohl sie kaum stillsteht: Strumpfhose unter der langen Hose, dicke Schuhe, Weste überm Pullover und Schal. Seit 8 Uhr ist sie in der Ausgabestelle „Innenstadt“, es wird aufgebaut und eingeräumt, zwischendurch gibt es für die 77-Jährige ein schnelles Frühstück mit ihren Kolleginnen und Kollegen von der Lübecker Tafel, inklusive Aufräumen kann der Arbeitstag bis 14.30 Uhr gehen. Doch jetzt wird erst einmal weiter Ware in die grünen Kisten sortiert, die auf großen Tischen vor den Ehrenamtlern stehen. Inge Schade ist fürs Fleisch zuständig – meist jedenfalls, „denn bei uns ist sich keiner zu fein, jeder macht, wenn’s sein muss, alles“, sagt sie, während sie Schweinefleisch in eine Kiste, Geflügel, Rind und Vegetarisches in eine andere Kiste sortiert.

Vor der Tür und im Wartebereich stehen die ersten Kunden an, obwohl die Ausgabe erst um 11.30 Uhr – also in einer Stunde – beginnt. Viele Flüchtlinge sind unter den Wartenden, „sie machen inzwischen ungefähr 50 Prozent unserer Kunden aus“, sagt die Helferin. Als die Tafel vor 20 Jahren gegründet wurde, sei das anders gewesen, weiß Schade. Sie hatte sich damals, nachdem sie nach 37 Jahren in Hessen nach Lübeck zurückgekehrt war, dem neuen Verein angeschlossen. „Um Kontakte zu bekommen und etwas im sozialen Bereich zu tun“, erklärt die Frau der ersten Stunde ihr Engagement.

Im Januar 1996, als 19 Mitglieder unter Leitung des St. Aegidien-Pastors Frank Lotichius die Tafel aus der Taufe hoben, „sind wir anfangs mit unseren Privatautos durch die Gegend gefahren, erst im Oktober bekamen wir dann einen Verteiltag im Andreas-Wilms-Haus.“ Damals seien vor allem Ost- und Südosteuropäer und Türken zur Ausgabe gekommen sowie viele ältere Menschen, erinnert sich die 77-Jährige –und insgesamt deutlich weniger Kunden als heute.

Während sie spricht, knetet Inge Schade immer wieder ihre Hände – es wird langsam doch ein bisschen kalt in der ungeheizten Ausgabestelle. Doch dann ist wieder Aktion angesagt: Neue Ware kommt an, Helfer schleppen die Kisten, verteilen den Inhalt an die verschiedenen Stände. An Schweinefleisch mangelt es Inge Schade nicht: Leberkäs, Würstchen, Aufschnitt und Frikadellen stapeln sich. Die Kiste mit den vegetarischen Sachen, Rindfleisch und Geflügel ist deutlich spärlicher bestückt. Ein Problem, denn viele der Tafel-Kunden sind Moslems, die kein Schweinefleisch essen. Gerade einmal zwei Packungen frisches Hähnchen und Putenbrustfilet sind dabei. „Das kann ich keiner Einzelperson geben, denn dann habe ich später nichts mehr für Familien“, erklärt sie das Dilemma. Ersatzweise gibt es Eier – wenn denn ausreichend da sind. Ein Flüchtling bleibt vor der Kiste mit Schweinefleisch stehen und schaut Inge Schade fragend an. „Nein“, sagt sie, zückt einen bunten A4-Zettel, auf den Symbole gedruckt sind und tippt auf das durchgestrichene Schwein. „Eigentlich müsste man größere Tafeln haben mit allen Lebensmitteln drauf.“ Denn längst nicht alle Tafel- Mitarbeiter und nur wenige Flüchtlinge können Englisch. Gut, dass es für Notfälle den syrischen Flüchtling Tarek Matar (32) gibt, denn der spricht neben Arabisch auch Englisch und kann zwischen dem Kistenauspacken dolmetschen. Seit zwei Monaten arbeitet er ehrenamtlich bei der Tafel. „I like to help people“ („Ich möchte Menschen helfen“), sagt er.

Das ist auch der Beweggrund für Inge Schade. 20 Jahre Kisten schleppen, Waren sortieren und an Bedürftige ausgeben – da könnte man doch irgendwann die Nase voll haben von der Sache. „Klar“, sagt sie, „kleine Durchhänger gibt es immer mal wieder, aber meine Schmerzgrenze ist wirklich hoch. Verlässlichkeit ist wichtig. Wenn ich was mache, dann richtig!“ Trotz ihrer77 Jahre. „Ich mache es, solange es geht“, hat sie sich vorgenommen. Außerdem sei es ja nicht nur Arbeit, sondern auch viel Freude, „denn wir sind eine gute Gemeinschaft.“

Eine Frau mittleren Alters, die einen großen „Hackenporsche“ hinter sich herzieht, kommt zum Fleischstand und lässt sich von Inge Schade Würstchen geben. Es ist ihr letzter Einkauf bei der Tafel, denn wie sie freudestrahlend erzählt, hat sie endlich Arbeit bekommen. Das sind die Momente, in denen der Helferin das Herz aufgeht. Sabine Risch (Lübecker Nachrichten)

Bericht der Lübecker Nachrichten vom 23. Januar 2016

Kein Grund zum Feiern

Großer Andrang: Wer seine Bedürftigkeit nachweisen kann, kauft für einen Euro Waren für die ganze Woche ein. Foto: Wolfgang Maxwitat

Vorstand blickt besorgt auf Zunahme der Armut in Lübeck

Im Büro der Tafel sitzen sie zusammen und halten Rückschau auf die vergangenen 20 Jahre: Vorsitzende Margot Bartsch (69), ihr Stellvertreter Bernd Wienicke (67) und Sybille Bogus-Dose (66), Leiterin der Ausgabestelle am Kolberger Platz. Nein, ihnen sei nicht danach zumute, den 20. Geburtstag ihrer Einrichtung zu feiern.

„Jede Firma würde sich freuen, wenn sie derartig expandiert“, sagt Sybille Bogus-Dose, „aber wir wissen nicht, ob wir uns freuen sollen – ungeheuerlich, wie die Armut zugenommen hat.“ Vor 20 Jahren waren es 20 aktive Helfer, die mit Privatautos Waren verteilten, heute sind es 220 Ehrenamtliche und fünf Tafel-eigene Fahrzeuge.

Ganz wichtig für die Tafel-Mitglieder ist die Ausgabestelle Kolberger Platz. Sie ist der Ersatz für die Innenstadt. Die dortige Stelle musste wegen Schimmelbefalls geschlossen werden, etwas Neues in der City fand die Tafel nicht. Seit Mai 2015 vermietet die „Trave“ nun die Räume der Alten Wäscherei an die Tafel. „Ohne den Kolberger Platz wären wir aufgeschmissen“, sagt Wienicke, und auch Margot Bartsch wäre froh, „wenn wir die Räume behalten könnten, denn dann würden wir gleich einen dritten Wochentag öffnen.“

Die Chancen auf eine Vertragsverlängerung sind nicht die besten. Zum einen sei die Nutzung durch die Tafel bauordnungsrechtlich befristet, zum anderen wolle man sich die Option offenhalten, in der Alten Wäscherei einen Nachbarschaftstreff für das Neubaugebiet Stettiner Straße einzurichten, so „Trave“- Chef Matthias Rasch. Sabine Risch (Lübecker Nachrichten)

Bericht der Lübecker Nachrichten vom 23. Januar 2016

Für Brot und Bananen Schlange stehen

Bei der Lübecker Tafel erhält Flüchtling Sailm Haji von Gisela Werner Bananen. Foto: Maxwitat

Auch Flüchtlinge erhalten bei der Tafel Lebensmittel – Mittlerweile übersteigt die Nachfrage die Spendenmenge

In einer langen Schlange warten die Bedürftigen schon vor der Tür der ehemaligen Wäscherei am Kolberger Platz. Dabei hat die Ausgabe der Lübecker Tafel noch nicht einmal begonnen. Die Helfer in ihren bunten Schürzen wirbeln umher, mit einem Karren werden die Lebensmittel verpackt in großen Kisten vom Transporter in die Ausgabestelle gebracht. Wie lange die Helfer mit den Spenden dem Andrang noch gerecht werden können, ist fraglich. Die Waren reichen schon jetzt manchmal nicht mehr für alle Bedürftigen aus. Zeitgleich kommen jedoch immer mehr Flüchtlinge zur Lübecker Tafel.

„Momentan haben wir an jedem Ausgabetag zehn Neuanmeldungen von Flüchtlingen“, sagt Gisela Werner. Die 69-Jährige leitet ehrenamtlich jeden Dienstag die Ausgabe am Kolberger Platz. Dort öffnet die Tafel zweimal in der Woche die Pforten. „Sie erhalten den Hinweis, hierher zu kommen.“ Doch die Kapazitäten seien langsam erschöpft. Es kämen immer mehr Menschen, aber die Spenden blieben gleich.

„Es ist eine Kunst, so zu verteilen, dass die Spenden reichen“, sagt Lothar Frenz, Vorstandsmitglied bei der Lübecker Tafel, während er vor der Tür eine der Lebensmittel-Kisten aus dem Transporter hievt. „Wir wollen die Leute nicht wild machen. Wir machen uns aber erhebliche Gedanken um die Zukunft.“ Flüchtlinge, die Hilfe bei der Tafel suchen, hätten ein vorläufiges Bleiberecht, und die Asylverfahren liefen. „Das heißt, die vielen Menschen aus den Erstaufnahmen kommen erst verzögert bei uns an.“ Schon jetzt, schätzt Frenz, machen die Flüchtlinge zehn bis 20 Prozent aus. „Und ich habe das Gefühl, sie verdrängen unsere eigentliche Stammkundschaft.“

Bevor Bedürftige aber überhaupt eine Spende bekommen, müssen sie sich registrieren – am Kolberger Platz übernimmt das Kati Mette. „Sie müssen ihren Ausweis und entsprechende Belege mitbringen“, erklärt die 73-Jährige. „Flüchtlinge müssen den Asyl-Bescheid vorzeigen.“ Dann bekommen sie eine Ausweiskarte mit ihrer Nummer und der Zahl der Personen im Haushalt, für die Lebensmittel abgeholt werden dürfen. „Jedes Mal zeigen sie mir diese Karte und zahlen einen Euro.“

Dann geht die Ausgabe los: Vor einer großen digitalen Nummernanzeige im Eingangsraum versammeln sich immer mehr Wartende. Wann ist die eigene Nummer dran? An jedem Ausgabetag beginnt das System mit einer anderen Zahl.

„Das soll es gerecht machen – jeder soll mal Erster sein.“, erklärt Gisela Werner. Dann ruft sie die nächste Nummer auf. „Wir sind froh, dass es hier ein gutes Verständnis gibt. So haben wir kaum Ärger.“ Denn obwohl die Helfer bemüht seien, Ware heranzuschaffen und auch die Ausgabemenge angepasst würde, würden die Lebensmittel oft nicht für alle ausreichen.

Verschiedene Milchprodukte, Backwaren, Fleisch, Fisch, Konserven, Nudeln, Gemüse, Obst und vieles mehr liegen fein säuberlich drapiert in großen Kisten, die auf den Tischen im Ausgaberaum stehen. Einer der ersten, der sich etwas nehmen darf, ist dieses Mal Sailm Haji. „Ich bin ohne meine Familie aus dem Irak geflüchtet und wohne seit drei Monaten in einem Flüchtlingsheim in Lübeck“, sagt der 26-Jährige. In seinem Heimatland habe der junge Mann als Glaser gearbeitet, in Deutschland habe er noch keine Tätigkeit gefunden. Bei der Tafel nimmt er Bananen, Fisch und Brot entgegen.

„Die Flüchtlinge sind dankbar“, sagt Gisela Werner. Vor allem Geflügel und Weißbrot seien bei ihnen gefragt. „Aber wir führen sie auch an Schwarzbrot heran“, sagt sie lachend. Mit Händen und Füßen könne man sich verständigen. „Und die kaum Deutsch sprechen, bringen einfach die Etiketten wieder mit, um zu zeigen, was sie suchen.“ Dann ruft die Rentnerin schon die nächsten Nummern auf. Kim Meyer (Lübecker Nachrichten)

Bericht der Lübecker Nachrichten vom 7. Oktober 2015

Wir stoßen definitiv an unsere Grenzen

Das Team um Sybille Bogus-Dose (3.v.r.) von der Tafel am Kolberger Platz richtet vor der Warenausgabe das frische Gemüse – die Stimmung ist geschäftig, aber entspannt. Foto: Katrin Rissmann

Die Lübecker Tafel erhält weniger Waren, muss aber immer mehr Bedürftige betreuen. Auch Privatleute können spenden.

Frische Paprika liegen in den Auslagen, ehrenamtliche Helfer in roten Schürzen sortieren die Milchprodukte, das Fleisch muss aus den Kühltruhen geholt werden. Vor der Glastür der ehemaligen Wäscherei am Kolberger Platz 1 wird schon auf den Beginn der Warenausgabe der Lübecker Tafel gewartet, geduldig. Einige halten ihren Berechtigungsschein und einen Euro bereit – das ist der Eigenanteil pro Abholung pro Haushalt. „Bei uns werden alle gleich behandelt, egal, wo sie herkommen oder wie lange sie hier bleiben dürfen. Hauptsache, sie haben eine Berechtigungsschein“, erklärt Sybille Bogus-Dose den Grundsatz der Tafel. Und es wird nach einem Rotationsprinzip ausgegeben, das heißt, immer unterschiedliche Teilnehmer haben zu Beginn der Warenausgabe die große Auswahl.

Die Vorstandsprecherin erzählt, dass immer weniger Waren von den Supermärkten geliefert werden, „da das Mindesthaltbarkeitsdatum jetzt flexibler gehandhabt wird“. Waren es 2013 noch 820 Tonnen gespendete Waren, wurden im vergangenen Jahr nur 732 Tonnen abgegeben. Für 2015 liegen noch keine Zahlen vor, fest steht nur, dass die Zahl der bedürftigen Familien in diesem Jahr immens gestiegen ist. „Statt 716 Haushalte im vergangenen Jahr sind es in diesem Jahr schon 1000 Familien, die sich bei der Tafel Lebensmittel holen“.

Die Ausgabestelle am Kolberger Platz hat erst seit Juni dieses Jahres in dem Gebäude der Grundstücksgesellschaft Trave eröffnet, versorgt werden hier 270 Haushalte, „eigentlich sollten es aber nur 250 sein“, erläutert Sybille Bogus-Dose den erhöhten Bedarf: „Wir sind hier für die Innenstadt zuständig. Einige reden sogar schon von einem Aufnahme-Stopp, aber dazu darf es nicht kommen“. Die Lübecker Tafel benötigt für ihre sechs Ausgabestellen monatlich 10 000 Euro, der Betrag finanziere sich ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden, so die Vorstandsvorsitzende. „Und die Helfer der Tafel arbeiten alle ehrenamtlich“, stellt Mitarbeiter Jens Freydank klar. Was wenige wissen: auch Privatleute können Spenden abgeben, vor allem Grundnahrungsmittel wie Nudeln, Mehl, Zucker, Reis, Konserven, Kaffee und kakaohaltige Lebensmittel sind gefragt. „Die Waren müssen nur noch verpackt sein, selbstverständlich“, so Bogus-Dose.

Kontakt: Mitarbeiter der Lübecker Tafel holen große Mengen überschüssiger, noch verwertbarer Lebensmittel auch bei den Spendern ab, um sie an Obdach- und Arbeitslose, Rentner, kinderreiche Familien und Flüchtlinge weiter verteilen zu können. Wer Ware zur Verfügung stellen möchte, kann sich melden unter Telefon 0451/59 95 94, Mail Opens window for sending emailinfo(at)luebeckertafel(dot)de. Privatpersonen können nur verpackte Lebensmittel abgeben in der Geschäftsstelle, Schulstraße 8, (Mo. bis Fr. von 8.30 bis 13 Uhr). Dort können sich auch Interessierte melden, die die Tafel mit ehrenamtlicher Mitarbeit unterstützen möchte. Mehr unter http://www.luebeckertafel.de Katrin Rissmann (Wochenspiegel)

Bericht des Wochenspiegel vom 19. September 2015

Erntedank-Spenden für die Tafel

Heinz-Bernhard Wienicke (v.l.), Daniel Marx, Lothar Frenz (Tafel) und Angelika Baumgärtner (NAK) starten die Aktion. Foto: Teichmann

Hilfe für Bedürftige: Zum dritten Mal sammelt die Neuapostolische Kirche in Lübeck Nahrungsmittel.

Es ist ein nach wie vor großes, ungelöstes Problem: In Lübeck gibt es rund 900 Haushalte mit insgesamt 1400 Menschen, die nicht über genügend Einkommen verfügen, um sich gesunde Lebensmittel in ausreichendem Maße kaufen zu können. Seit vielen Jahren verteilt die Lübecker Tafel gespendete Lebensmittelan an Bedürftige. 2011 startete die Neuapostolische Gemeinde (NAK) in Lübeck erstmals ihre Erntedank-Spendenaktion in Zusammenarbeit mit der Tafel. Damals kamen 1000 Kilogramm Lebensmittel zusammen. 2013 waren es bei der zweiten Aktion schon 3000 Kilogramm Lebensmittel, die in 90 Kartons an die Kirchengemeinde zurückgegeben wurden. „Diese Zahl möchten wir in diesem Jahr gern übertreffen“, sagt Daniel Marx, Mitglied der NAK und Koordinator der Spendenaktion. Die Lebensmittel werden nach Abschluss der Spendenaktion nach dem Erntedank-Gottesdienst am Sonntag, 4. Oktober, an die Lübecker Tafel übergeben.

„Der Bedarf an Lebensmittelspenden ist größer denn je“, betont Heinz-Bernhard Wienicke, Stellvertretender Vorsitzender der Lübecker Tafel, mit Blick auf die wachsenden Flüchtlingsströme. Auch für Bernd Poggemöller, Vorsteher und Leiter der Neuapostolischen Gemeinde in Lübeck, hat die Erntedank-Spendenaktion eine große Bedeutung: „Wir möchten damit unsere Dankbarkeit gegenüber unserem Gott zum Ausdruck bringen und ein Zeichen der Nächstenliebe setzen.“

In den vergangenen Monaten wurde in der Kirchengemeinde hart gearbeitet, um die große Spendenaktion vorzubereiten. Werbemittel wurden gedruckt, Kartons bestellt und eine Telefonhotline für Lübecker Bürger eingerichtet, die sich an der Aktion beteiligen wollen. „Das alles hat sehr viel Zeit und Mühen gekostet, aber für eine gute Sache ist es das wert“, sagt Daniel Marx.

Wer spenden möchte, kann sich die Kartons bei den drei Lübecker NAK-Gemeinden Lübeck-Mitte (Ellerbrook 2-14/Ecke Beckergrube), Schlutup (Schlutuper Markt 2) und Travemünde (Moorredder 23a) abholen und sie auch dorthin gefüllt zurückbringen. Man erhält sie vor oder nach den regulären Gottesdienstzeiten (sonntags: 9.30 bis 10.30 Uhr, mittwochs 19.30 bis 20.30 Uhr). Sie werden aber auch zu den Spendern nach Hause gebracht und, wenn sie gefüllt sind, dort wieder abgeholt. Unter der Telefonhotline 04 51/611 11 34 oder per E-Mail (erntedank(at)nak-luebeck(dot)de) können Kartons zum Sammeln angefordert und zum Abholen gemeldet werden. Marx: „Das ist eine gute Sache für Menschen, die spenden möchten, aber die Sachen nicht transportieren können.“ Folgende haltbare Lebensmittel können gespendet werden: Reis, Nudeln, Mehl, Zucker, Konserven, Speiseöl, Kaffee, kakaohaltiges Getränkepulver, Nuss-Nougat-Creme, Käse(verpackt), haltbare Wurst. Weitere Informationen gibt es unter Opens external link in new windowhttp://www.nak-luebeck.de.

Die Gemeinde lädt am Sonnabend, 3. Oktober, von 11 bis 16 Uhr zum Tag der offenen Tür in die Kirche, Ellerbrook 2-14, ein. Dort können die Lebensmittelspenden persönlich abgegeben werden. Einen Tag später, am Sonntag, 4. Oktober, sind alle Spender um 10 Uhr zum Erntedank-Gottesdienst am selben Ort eingeladen. Nach dem Gottesdienst gibt es ein gemütliches Beisammensein. Torsten Teichmann (Lübecker Nachrichten)

Zehn Millionen Mitglieder

Vor über 150 Jahren wurde die Neuapostolische Kirche (NAK) in Hamburg gegründet. Sie ging 1863 aus einer kleinen katholisch-apostolischen Gemeinde hervor und ist heute mit 400 000 Gläubigen die drittgrößte christliche Kirche in Deutschland. Weltweit hat die NAK zehn Millionen Mitglieder in 60 000 Gemeinden. Und die Zahl der Gemeinden wächst weiter. In Lübeck gehören der Neuapostolischen Kirche in den drei Gemeinden Lübeck-Mitte, Schlutup und Travemünde 900 Christen an.

Bericht der Lübecker Nachrichten vom 10. September 2015

Schiffergesellschaft kocht für die große „Tafelrunde“

Essensausgabe: Monika Lembke (v. l.), Liselotte Rohrbach, Frank Höhne und Michael Engel. Foto: Sabine Risch (Lübecker Nachrichten)

Die neuen Pächter führen die Tradition ihrer Vorgänger fort. Alle acht Wochen bringen sie Mittagessen in die Friedenskirche.

Die Lübecker Tafel gibt nicht nur an sechs Stellen im Stadtgebiet regelmäßig Lebensmittel an Bedürftige aus. Einmal in der Woche lädt sie auch gemeinsam mit den Baptisten zum Mittagstisch der „Tafelrunde“ in die Friedenskirche in der Roeckstraße ein. Jeweils donnerstags um 12 Uhr gibt es dort ein nahrhaftes Essen, das die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zubereiten. Und das seit 19 Jahren. „Es ist ein tolles Team“, sagt Hans-Joachim Lotter von der Baptistengemeinde. „Hinterher treffen wir uns immer noch bei einer Tasse Kaffee und besprechen alles, was wichtig ist.“ 24 Ehrenamtler sind es, die hier ein gemeinsames Mittagessen ermöglichen.

Seit 19 Jahren ist es auch üblich, dass alle acht Wochen das Essen von der Schiffergesellschaft gekocht und spendiert wird. Jahrelang hatten die Chefs des Restaurants, Gerhard Birnstingl und Wolfgang Steffen, diese schöne Tradition gepflegt. Als sie Anfang des Jahres in den Ruhestand gingen, hatten ihre Nachfolger Michael Engel und Frank Höhne erst einmal alle Hände voll mit dem Umbau des Hauses zu tun. Doch jetzt statteten sie der „Tafelrunde“ einen Besuch ab – und brachten 120 Portionen eines „sommerlichen Gerichtes“ mit: Reisfleisch mit Gemüse. Genug also, um alle zu sättigen und vielen Gästen zu ermöglichen, eine weitere Portion mit nach Hause zu nehmen. Für sie sei es, so Höhne und Engel, „selbstverständlich, dass wir diese schöne Tradition fortführen“. Zum Reisfleisch hatten die Tafel-Akteure Erdbeeren und Vanilleeis als Nachtisch organisiert – sehr zur Freude der etwa 60 Gäste. Roswitha Donath, Leiterin der „Tafelrunde“, erzählte angesichts des Besuches der beiden neuen Restaurant-Pächter schmunzelnd eine Anekdote: „Ziemlich zu Beginn des Schiffergesellschaft-Essens gab es einmal Lasagne – mit Kruste obendrauf. Eine Dame, die Probleme mit der Kruste hatte, marschierte sofort zur Schiffergesellschaft und beschwerte sich über das Essen.“ Sabine Risch (Lübecker Nachrichten)

Bericht der Lübecker Nachrichten vom 15. Juli 2015

Neuer Standort für die Ausgabestelle Innenstadt

Trave-Geschäftsführer Matthias Rasch übergibt die Schlüssel für unsere neue Ausgabestelle Innenstadt an die 1. Vorsitzende Margot Bartsch. Foto: Sabine Risch Bitte klicken Sie auf das Bild, wenn Sie den vollständigen Bericht der Lübecker Nachrichten lesen wollen.

Spende der Hanse-Residenz für die Lübecker Tafel e.V.

Das gesamte Jahr 2014 sammelten die Bewohner bei unterschiedlichsten Anlässen Geld für die Lübecker Tafel e.V.: Ob mit dem Glücksrad auf dem Sommerfest, dem Bewohnerflohmarkt  während des Adventsbasars oder beim sog. Anleuchten des Weihnachtsbaumes aus den Erlösen von Punsch und Bratwurst. Auch einige  private Spenden einzelner Bewohner rundeten das sehr gute Ergebnis dann auf insgesamt 700,00 €.

Die Lübecker Tafel e.V., 1996 gegründet, versorgt derzeit mit 6 Ausgabestellen und einer Suppenküche für Obdachlose und Bedürftige über 800 Familien und zukünftig vermehrt auch Flüchtlinge im Stadtgebiet Lübeck und Travemünde einmal wöchentlich mit Lebensmitteln. Diese werden in der Woche von mehr als 220 Mitgliedern/Helfern bei Partnerbetrieben, Supermärkten und Sponsoren fleißig eingesammelt, sortiert und kistenweise zusammengestellt. Dann müssen diese Kisten  in die jeweiligen Ausgabestellen gefahren werden, wo sie als Wochenbedarf an die dankbaren Empfänger weiter gegeben werden, die unter Vorlage  einer Bescheinigung ihrer Bedürftigkeit mit 1 Euro symbolisch bezahlen.

Seit nunmehr 18 Jahren ist der Verein in dieser Funktion tätig und jährlich ist die Zahl der Empfänger gestiegen. So ist dann auch die diesjährige Spende – wie in den Jahren zuvor -  aus der Hanse-Residenz eher ein „Tropfen auf den heißen Stein“, - aber ein wichtiger!

Direktor Thomas Werdin überreicht die 700-Euro Spende an S. Bogus-Dose und H.-P. Faasch vom Vorstand der Lübecker Tafel e.V. im Rahmen der Blauen Stunde am 17.02.2015

HL-live berichtet über Spende der Stadtwerke Lübeck

5000 Euro für soziale Projekte

Seit zwei Jahren verzichten die Stadtwerke Lübeck auf die kleinen Aufmerksamkeiten für Geschäftspartner. Das Geld wird jetzt an Lübecker Vereine gespendet. Am Freitag hat Geschäftsführer Jürgen Schäffner zwei große Schecks verteilen können. Jeweils 2500 Euro gehen an die Lübecker Tafel und an das Café W.U.T.

Die 1996 gegründete Lübecker Tafel unterstützt inzwischen rund 1000 Familien in Lübeck. Und sie bekommt viel Unterstützung: 17 Ehrenamtler haben die Tafel gegründet, inzwischen engagieren sich 336 Lübecker bei der Organisation. Sie holen die Lebensmittel ab, putzen das Gemüse und verteilen sie in den Ausgabestellen. "Uns ist wichtig, dass die Lebensmittel so verteilt werden, dass man sie auch selber kaufen würde", sagt Sybille Bogus-Dose von der Tafel. Ausgabestellen gibt es für Kücknitz/Travemünde, Eichholz und Moisling/Buntekuh. Die Ausgabestelle Innenstadt ist zur Zeit noch geschlossen. Sie wird an den Kolberger Platz verlegt.

Die zweite große Spende ging an das Café W.U.T. (warm und trocken) in der Straße An der Untertrave. Hier wird unter anderem warmes Essen verteilt. In der Winterzeit besteht hier auch die Möglichkeit, sich bis 20 Uhr aufzuhalten, zu klönen und zu spielen. Außerdem stehen fünf Übernachtungsbetten zur Verfügung. Mit der Spende der Stadtwerke werden neue Tische für das Café angeschafft, berichtet Oliver Grell vom Café W.U.T. Er freut sich über die wachsende Unterstützung für das Projekt. Immer mehr Menschen würden sich anbieten, ehrenamtlich dort zu arbeiten. Das Armutsrisiko treffe inzwischen alle Bereiche der Gesellschaft. So gehöre zu den regelmäßigen Nutzern des Mittagstisches sogar ein ehemaliger Professor.

Jürgen Schäffner hatte sich vorab im Internet über die Projekte informiert. "Das passt zusammen. Wir liefern die Wärme, die beiden Vereine die wichtige soziale Wärme." Die Unterstützung könnte noch ausgeweitet werden. Ihm kam am Freitag die Idee, dass alle Auszubildenden des Unternehmens eine soziale Woche leisten könnten und in den Vereinen helfen.

Jürgen Schäffner überreichte Oliver Grell (links) vom Café W.U.T. sowie Sybille Bogus-Dose und Dr. Susanne Dummler von der Lübecker Tafel jeweils einen Scheck über 2500 Euro. Foto: VG

Sammlung von Stricksachen

Im Januar sammelte Frau Hente-Bittersohl von der Firma Walter Weit in der Mühlenstraße drei große blaue Säcke voller schönster Stricksachen: einen Mantel, Jacken, Schals, Socken, Mützen usw. für die Kunden der Lübecker Tafel.

Sehr herzlichen Dank!

Matthias-Leithoff-Schule sammelt für die Tafel

Ebenfalls im Januar spendete die Matthias-Leithoff-Schule in Kücknitz 361,70 Euro für die Lübecker Tafel. Allen Kindern, die gesammelt haben, danken wir sehr herzlich.

HL-live berichtet über Sammelaktion der Bücherpiraten

Jedem Kind ein Buch!

Es hat geklappt: Die Bücherpiraten haben - vor allem mit Lesungen prominenter Autoren - auch in diesem Jahr genug Geld gesammelt, um jedem Kind, das die Lübecker Tafel nutzen muss, einen Büchergutschein über 15 Euro zu überreichen.

741 Kinder im Alter von drei bis 15 Jahren nutzen die Lübecker Tafel. Auf sie wartet in diesem Jahr wieder eine besondere Überraschung: Neben dem Lebensmitteln gibt es auch in diesem Jahr einen Gutschein für ein Buch. Die Ehrenamtler der Bücherpiraten haben über einen Monat dafür gesammelt. So gab es einen Schüler, der lauter gesparte Cent-Stücke abgegeben hat, um einen Gutschein zu sponsern. Aber auch Prominente wie die Schauspieler Kai Lentrodt und Friedhelm Ptok, Schauspieler, Synchronsprecher und Hörbuchsprecher, kamen für Benefizlesungen nach Lübeck.

"Die Bücherpiraten haben ein Ziel: Sie wollen, dass jedes Kind Bücher als Teil seines Lebens kennt. Bücher und Geschichten eröffnen andere Welten und Zeiten, sie enthalten Geheimnisse, Wissen oder einfach nur Spaß", sagt Martin Gries, Leiter der Bücherpiraten. Er hat schon häufiger beobachten können, wie gut das Präsent ankommt. Häufig kommen Kinder, die dann sehr lange alle Bücher anschauen, bevor sie ihre Entscheidung treffen.

In diesem Jahr sind es allerdings etwas weniger Gutscheine. Der Grund: Die Lübecker Tafel hat in der Innenstadt immer noch keine neue Ausgabestelle. So müssen rund 40 Kinder auf die weihnachtliche Überraschung verzichten.

Martin Gries von den Bücherpiraten übergab die Gutscheine an Sybille Bogus-Dose von der Lübecker Tafel. Foto: JW

Lübecker Nachrichten berichten über Schließung der Ausgabestelle Innenstadt

Am 24. September 2014 haben die Lübecker Nachrichten ausführlich über die Schließung unserer Ausgabestelle in der Innenstadt berichtet. Den vollständigen Bericht können Sie sich hier ansehen.